Digitale Qualität ist Chef:innensache.

Der Vertrieb kümmert sich um den Vertrieb, das Marketing ums Marketing, die IT um die IT – aber wer ist für die digitale Qualität zuständig?


Meine Antwort ist klar:
Digitale Qualität gehört in den Aufgabenbereich der Geschäftsführung. Denn sie ist eine direkte Folge strategischer Grundsatzentscheidungen.

Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn die Geschäftsführung die Strategie „Schnelligkeit vor Stabilität“ vorgibt und im Eiltempo digitale Plattformen aus dem Boden gestampft werden, ohne dass sich jemand im Vorfeld Gedanken zu den mittel- und langfristigen Wartungskosten macht, sind Qualitätsprobleme so sicher wie das Amen in der Kirche.

Dasselbe gilt für die Etablierung einheitlicher Standards. Diese kann man nicht einfach „agil“ oder „on the fly“ implementieren, sondern sie müssen von Beginn an feststehen. Nur so verschwenden Teams ihre wertvolle Zeit nicht mit ständigem „Feuerlöschen“, nur so können sie konzentriert und effizient arbeiten, nur so haben sie den notwendigen Raum für neue Ideen und Innovation.

Kurzum: Digitale Exzellenz lässt sich nicht delegieren, sie muss von Beginn an vorgelebt werden. Wenn die Geschäftsführung Qualität nicht als unhintergehbaren Kernwert priorisiert, wird sie zwischen den Silos von Vertrieb, Marketing und IT zerrieben. Die Konsequenz sind unzufriedene Mitarbeiter: innen – und noch unzufriedenere Kund:innen.

Avatar von Mirjam Lingner

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